{"id":347,"date":"2018-12-06T10:38:58","date_gmt":"2018-12-06T10:38:58","guid":{"rendered":"https:\/\/improva.de\/?p=347"},"modified":"2019-03-11T11:31:53","modified_gmt":"2019-03-11T11:31:53","slug":"pflegeversicherung-beitragserhoehungen-2019","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/improva.de\/index.php\/2018\/12\/06\/pflegeversicherung-beitragserhoehungen-2019\/","title":{"rendered":"Pflegeversicherung &#8211; Beitragserh\u00f6hungen 2019"},"content":{"rendered":"\n<p>Mit den j\u00fcngsten Pflegereformen hat der Gesetzgeber die Leistungen im Pflegefall deutlich angehoben. Diese Mehrleistungen m\u00fcssen \u00fcber die\u00a0<strong>Beitr\u00e4ge in der Pflegeversicherung\u00a0<\/strong>finanziert werden. Das gilt f\u00fcr Versicherte in GKV und PKV gleicherma\u00dfen.\u00a0 Bei gesetzlich Versicherten werden die neuen Beitr\u00e4ge in der Regel automatisch mit der Einkommensabrechnung erhoben und vom Arbeitgeber abgef\u00fchrt,\u00a0 Privatversicherte erhalten in diesen Tagen Informationen\u00a0<br>\u00fcber die Beitragserh\u00f6hungen von ihrem Versicherungsunternehmen .\u00a0<br><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"1017\" src=\"https:\/\/improva.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Pflegebeitrag_PKV_GKV-1024x1017.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-348\" srcset=\"https:\/\/improva.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Pflegebeitrag_PKV_GKV-1024x1017.jpg 1024w, https:\/\/improva.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Pflegebeitrag_PKV_GKV-150x150.jpg 150w, https:\/\/improva.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Pflegebeitrag_PKV_GKV-300x298.jpg 300w, https:\/\/improva.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Pflegebeitrag_PKV_GKV-768x763.jpg 768w, https:\/\/improva.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Pflegebeitrag_PKV_GKV-500x497.jpg 500w, https:\/\/improva.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Pflegebeitrag_PKV_GKV-800x794.jpg 800w, https:\/\/improva.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Pflegebeitrag_PKV_GKV-100x100.jpg 100w, https:\/\/improva.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Pflegebeitrag_PKV_GKV.jpg 1157w\" sizes=\"auto, (max-width: 706px) 89vw, (max-width: 767px) 82vw, 740px\" \/><figcaption><br>Vergleich der Beitr\u00e4ge bei Angestellten bei einem Einkommen an der Beitragsbemessungsgrenze<br><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Wieso steigt der Beitrag in der Pflegepflichtversicherung 2019 so stark?<\/h4>\n\n\n\n<p>Der Gesetzgeber hat die Versorgung im Pflegefall deutlich verbessert. So haben zum Bei\u00adspiel deutlich mehr Menschen als fr\u00fcher Anspruch auf Leistungen der Pflegeversicherung. Dabei sind die Leistungen in der Gesetzlichen und der Privaten Pflegepflichtversicherung identisch. Die gesetzlichen Vorgaben wirken sich also immer auf beide Systeme aus.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese wesentlich verbesserte Pflegeversorgung hat nat\u00fcrlich ihren Preis. Um die zus\u00e4tzlichen Verbesserungen zu finanzieren, sind in der Gesetzlichen und in der Privaten Pflegeversicherung zum 1. Januar 2019 Beitragserh\u00f6hungen erforderlich.<\/p>\n\n\n\n<p>Beitr\u00e4ge in der Pflegeversicherung<\/p>\n\n\n\n<p>Die beiden Versicherungssysteme setzen diese Beitragserh\u00f6hungen jeweils auf unterschied\u00adliche Weise um: In der Gesetzlichen Pflegeversicherung werden die h\u00f6heren Beitr\u00e4ge auto\u00admatisch abgebucht: Der allgemeine&nbsp;<strong>Beitragssatz zur Pflegeversicherung<\/strong>&nbsp;erh\u00f6ht sich auf 3,05 Prozentpunkte des Bruttoeinkommens, das ist ein Anstieg um fast 20 Prozent. Und zus\u00e4tzlich steigt der Beitrag Jahr f\u00fcr Jahr quasi \u201elautlos\u201c mit jeder Gehaltserh\u00f6hung \u2013 sowie durch die allj\u00e4hrliche Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Privaten Pflegepflichtversicherung (PPV) werden die Beitr\u00e4ge nicht als Prozentsatz vom Einkommen berechnet, sondern individuell und risikogerecht kalkuliert, um die garantierten Leistungen bis ans Lebensende zu sichern. Die PPV-Beitr\u00e4ge sind in den allermeisten F\u00e4llen deutlich niedriger als in der gesetzlichen Pflegeversicherung \u2013 und, sofern die Pflegeversicherung mindestens f\u00fcnf Jahre besteht, in keinem einzigen Fall h\u00f6her als deren H\u00f6chstbeitrag.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Welche Rolle spielen die Niedrigzinsen f\u00fcr meinen Beitrag?<\/h4>\n\n\n\n<p>Anders als die Gesetzliche Pflegeversicherung legt die Private Pflegepflichtversicherung (PPV) als Vorsorge f\u00fcr ihre Versicherten einen gro\u00dfen Anteil der&nbsp;<strong>Beitr\u00e4ge in der Pflegeversicherung&nbsp;<\/strong>auf dem Kapitalmarkt an. Das zus\u00e4tzliche Finanzpolster kommt zu 100 Prozent wieder den Versicherten zu Gute \u2013 mit Zins und Zinseszins. Diese sogenannten Alterungsr\u00fcckstellungen dienen als Vorsorgekapital, um die lebenslang garantierten Pflegeleistungen auch f\u00fcr die Zukunft und das im Alter steigende Pflegerisiko abzusichern. Dank dieses generationengerechten Systems werden die zuk\u00fcnftigen Beitragszahler damit nicht belastet.<\/p>\n\n\n\n<p>Um die garantierten Leistungen der PPV solide abzusichern, muss die kapitalgedeckte Vor\u00adsorge der PPV-Versicherten am Ende eine entsprechende Deckungssumme erreichen. Dieser Finanztopf wird neben dem eingezahlten Kapital aus den Beitr\u00e4gen auch durch die langfristigen Ertr\u00e4ge aus Zins und Zinseszins aufgef\u00fcllt (die als sogenannter \u201eRechnungszins\u201c einkalkuliert sind). Was dabei die Zinsertr\u00e4ge derzeit nicht mehr hergeben, muss \u2013 so ist es gesetzlich vorgeschrieben \u2013 durch eine&nbsp;<strong>Erh\u00f6hung der Vorsorge&nbsp;<\/strong>ausgeglichen werden, also durch zus\u00e4tzliche Beitr\u00e4ge. Davon sind Privatversicherte jetzt ebenso betroffen wie andere Sparer auch.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Effekt ist f\u00fcr die privat Pflegeversicherten im \u201eTarif PVN\u201c (Arbeitnehmer und Selbst\u00adst\u00e4ndige sowie deren Angeh\u00f6rige) in den neuen Beitr\u00e4gen ab 1. Januar 2019 bereits enthalten. Im \u201eTarif PVN\u201c hat der Anstieg der Ausgaben f\u00fcr Versicherungsleistungen (der sogenannte \u201eausl\u00f6sende Faktor\u201c) den vorgeschriebenen Schwellenwert f\u00fcr eine Beitragsanpassung \u00fcberschritten \u2013 auch durch die Aufwendungen der bereits seit 2017 gesetzlich eingef\u00fchrten Leistungsverbesserungen. Daher wurden nach den gesetzlichen Vorgaben alle Rechnungsgrundlagen (dazu geh\u00f6rt auch der Rechnungszins) f\u00fcr 2019 auf dem neuesten Stand kalkuliert. Im Ergebnis kam es dabei zu den o.a. h\u00f6heren Beitr\u00e4gen f\u00fcr die kapitalgedeckte Vorsorge.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch ungeachtet dessen zeigt sich: Die Zinsertr\u00e4ge der Alterungsr\u00fcckstellungen tragen schon heute wesentlich dazu bei, dass die Beitr\u00e4ge in der PPV f\u00fcr die allermeisten Versicherten deutlich g\u00fcnstiger sind als in der Gesetzlichen Pflegeversicherung \u2013 und das bei genau gleichem Leistungsumfang. Das gilt weiterhin auch nach der Beitragserh\u00f6hung von 2019.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Geht das jetzt jedes Jahr so weiter?<\/h4>\n\n\n\n<p>Mit der Beitragsanpassung f\u00fcr 2019 sind sowohl die deutlich verbesserten Leistungen der Pflegeversicherung als auch der niedrigere Zins f\u00fcr die gesamte Vertragslaufzeit einkalkuliert. Sollte der Rechnungszins konstant bleiben, ist daf\u00fcr also in Zukunft keine weitere Beitragsanpassung erforderlich.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch wenn nat\u00fcrlich niemand wei\u00df, wie sich die Kapitalm\u00e4rkte weiter entwickeln werden, wird es nach aller Erfahrung auch wieder Phasen steigender Zinsen geben. Dann profitieren Privatversicherte auch wieder sp\u00fcrbar von wachsenden Zinsertr\u00e4gen, mit denen auch die\u00a0<strong>Beitr\u00e4ge in der Pflegeversicherung<\/strong>\u00a0gemindert werden. Dieser Anspruch ist gesetzlich garantiert.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Ist meine Entscheidung f\u00fcr die Private Kranken- und Pflegeversicherung immer noch richtig?<\/h4>\n\n\n\n<p>Der Leistungsumfang der Privaten Pflegepflichtversicherung (PPV) ist identisch mit dem der Gesetzlichen Pflegeversicherung. Daher liegt ein Vergleich nahe, wie sich deren Beitr\u00e4ge entwickeln. Unter dem Strich zeigt sich: Die PPV-Beitr\u00e4ge sind in den allermeisten F\u00e4llen deutlich niedriger als in der gesetzlichen Pflegeversicherung \u2013 und, sofern Sie mindestens f\u00fcnf Jahre versichert sind, in keinem einzigen Fall h\u00f6her als deren H\u00f6chstbeitrag.<\/p>\n\n\n\n<p>Private Pflegeversicherung pro und contra<\/p>\n\n\n\n<p>Anders als in der PPV wird in der Gesetzlichen Pflegeversicherung ein Beitragssatz auf das individuelle Bruttoeinkommen erhoben. Er stieg 2017 von 2,35 auf 2,55 Prozentpunkte (bzw. von 2,6 auf 2,8 Prozentpunkte f\u00fcr Kinderlose): Zum 1. Januar 2019 ist eine noch st\u00e4rkere Anhebung auf 3,05 (3,3) Prozentpunkte des Bruttoeinkommens angek\u00fcndigt.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Folge steigen die Beitr\u00e4ge der&nbsp;<strong>Gesetzlichen Pflegeversicherung f\u00fcr Durchschnittsverdiener<\/strong>&nbsp;ab 1. Januar 2019 um rund 20 Euro auf dann etwa 106 Euro im Monat.<\/p>\n\n\n\n<p>Je nach Einkommen sind die Beitr\u00e4ge sogar noch deutlich h\u00f6her. Der&nbsp;<strong>Beitragssatz in der Pflegeversicherung<\/strong>&nbsp;ist 2019 bis zu einer Einkommensh\u00f6he von 4.537,50&nbsp;Euro im Monat (Bemessungsgrenze) f\u00e4llig. Damit steigt in der Gesetzlichen Pflegeversicherung der&nbsp;<strong>H\u00f6chstbeitrag<\/strong>&nbsp;zum 1.&nbsp;Januar 2019 um \u00fcber 25 Euro auf rund&nbsp;<strong>138 Euro<\/strong>&nbsp;bzw. f\u00fcr Kinderlose auf rund&nbsp;<strong>150 Euro<\/strong>. Diesen H\u00f6chstbeitrag m\u00fcssten heute privatversicherte Arbeitnehmer bei einem Wechsel in die Gesetzliche Pflegeversicherung monatlich bezahlen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wer als Arbeitnehmer seinen monatlichen PPV-Beitrag mit diesen 138 Euro bzw. 150 Euro in der Gesetzlichen Pflegeversicherung vergleicht, wird in der Regel feststellen, dass sein Beitrag als Privatversicherter deutlich niedriger ist. Und \u2013 sofern Sie mindestens f\u00fcnf Jahre versichert sind \u2013 ist der PPV-Beitrag in keinem einzigen Fall h\u00f6her als der H\u00f6chstbeitrag der Gesetzlichen Pflegeversicherung. Diese Obergrenze ist garantiert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit den j\u00fcngsten Pflegereformen hat der Gesetzgeber die Leistungen im Pflegefall deutlich angehoben. Diese Mehrleistungen m\u00fcssen \u00fcber die\u00a0Beitr\u00e4ge in der Pflegeversicherung\u00a0finanziert werden. 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